Nachbericht 91. Typostammtisch: Ausstellung und Präsentationen „Mastering Type“

Scroll down for English survey of Saturday’s presentations (skipping our German Überblick).

Unser klassischer Typostammtisch-Jahresauftakt am bewährten Standort bot zum fünften Mal in Folge ein großes Stelldichein von werdenden, frischgebackenen, langjährigen, international agierenden und dozierenden Schriftgestalterinnen und Schriftgestaltern: mittlerweile etabliert als Alumni-Treffen und Start ins typografische Jahr. Über Zickzackwände, Zelebrationen und zarte Verspätungen im UdK-Medienhaus am Kleistpark.

Anja Meiners, Benedikt Bramböck, and Inga Plönnings (by Georg Seifert)

Der Freitagabend

Das mit den zarten Verspätungen ist stark untertrieben und hat uns doch mal kurz Nerven gekostet. Zwar waren die großformatigen Plakate mit den auszustellenden Schriftentwürfen unserer internationalen Master schon Anfang der Woche fertig gedruckt – in unserer angestammten, leider aber 450 km von Berlin entfernten und jahrelang zuverlässigen Druckerei – aber bis Mitte der Woche noch nicht bei uns eingetroffen. Also hakten wir nach und erfuhren Schreckliches; sie lagen noch dort.

Fast unsere ganze Crew: Sebastian Carewe, Stefan Pabst, Anja Meiners, Sol Matas und Benedikt Bramböck mit Dr. Thomas Maier von der UdK auf einem Gruppenselbstie von Sol. Doch wo sind die Plakate?! // Waiting for the posters printed…

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17.01.2020: Mastering Type 2019

Neues Jahr, neue Schrift! Beim Typostammtisch starten wir im Januar in bewährter Manier: Wir holen die Zickzackwände raus, treffen uns im Medienhaus der UdK Berlin und stellen aus.

Mastering Type 2019 bietet die einmalige Gelegenheit, die neuesten Abschlussarbeiten internationaler Schrift­­gestaltungs­­master­­studien­­gänge gebündelt an einem Ort zu sehen. In diesem Jahr präsentieren wir die Projekte von Studierenden, die in Amiens (FR), Den Haag (NL), Lausanne (CH), Nancy (FR) und Reading (UK) ihren Abschluss gemacht haben. Aber damit nicht genug; zusätzlich zeigen wir die Ergebnisse des fünfwöchigen Sommerkurses TypeParis (FR). Welche Akzente setzten die Alumni? Worin liegen ihre konzeptionellen Ansätze und grafischen Themen? Welche Rolle spielen Forschung und Praxis? Kann man die Arbeiten überhaupt vergleichen?

Aufgepasst, die Ausstellung eröffnet am Freitag (!) um 19 Uhr. Ihr habt Zeit für Analyse und Austausch bis gegen 21:30, dann müssen wir leider zum Ende kommen und die Räume um 22 Uhr schließen. Getränkeverkauf vor Ort.

Am Samstagnachmittag steht Person und Prozess hinter der Arbeit im Vordergrund. Wir freuen uns auf Anya Danilova, Céline Odermatt, Ethan Cohen, Fabiola Mejía, Felix Kett und Rosalie Wagner, die in kurzen Vorträgen (auf Deutsch und Englisch) ihre Projekte und die dazugehörigen Arbeitsschritte, Zwischenergebnisse und Denkweisen vorstellen.

Die Präsentationen am Samstag beginnen um 16 Uhr in der Aula der UdK (im ersten Stock). Unabhängig davon könnt ihr die Ausstellung in der Zeit von 12 bis 19 Uhr besichtigen.

Wann?
Ausstellungseröffnung: Freitag, den 17. Januar 2020 um 19 Uhr (Einlass 18:30)
Präsentationen: Samstag, den 18. Januar 2020 um 16 Uhr (Ausstellung: 12–19 Uhr)

Wo? Im Medienhaus der Universität der Künste Berlin,
Grunewaldstraße 2–5, 10823 Berlin, Ausstellung in der Galerie im Erdgeschoss,
Präsentationen am Samstag Nachmittag in der Aula im 1. OG
U-Bahn: Linie U7, Haltestelle Kleistpark
Bus: Linien 106, 187, 204, M48, M85, N7, Haltestelle Kleistpark

Bis dahin, wir freuen uns!
Euer Typostammtisch-Team


Wo ihr in nächster Zeit unbedingt hingehen solltet:

Kalligrafische Arbeiten von Yoshimi Shôkô stehen ab 17. Januar in der Ausstellung Hundertmal gescheitert, niemals aufgegeben in der Mori-Ôgai-Gedenkstätte im Mittelpunkt. Ab 28. Januar finden in der Galerie A—Z unter dem Titel Teaching Design CONVERSATIONS Diskussionen, Lesungen und Wissensaustausch rund um das Thema Designlehre statt. Mit Brandspuren — Filmplakate aus dem Salzstock präsentiert die Deutsche Kinemathek aufwendig restaurierte Plakate aus den ersten 40 Jahren der Filmgeschichte. Schriftkunst zeigt das Gotische Haus in Spandau ab 1. Februar mit Sensation und Reflection von Irène Hug. Im Pergamonmuseum gibt es ab 7. Februar bei Kalligraph des Königs – Dawud al-Hossaini arabische Kalligrafie zu sehen.


Die Titelzeile ist in der Graye Italic von Ying Tong Tan gesetzt. Das Titelbild stammt von Mastering Type 2018 und wurde von Sonja Knecht aufgenommen.

Nachbericht 81. Typostammtisch: Mastering Type

Wenn ich an die heurige Ausgabe von Mastering Type am 25. und 26. Januar 2019 im Medienhaus der UdK denke, der alljährlichen Ausstellung von Abschlussarbeiten internationaler Masterstudiengänge im Bereich Schriftgestaltung, so habe ich ein verschwommenes Bild vor dem geistigen Auge. Eines mit 40 abwechslungsreichen und vielfältigen Schriftentwürfen immerhin.

(Foto: Sol Matas)
(Foto: Sol Matas)

Die Qualität dieser Erinnerung liegt allerdings nicht an etwaigem Drogenkonsum, der üblichen Berliner Witterung zu dieser Jahreszeit oder meiner angeborenen Fehlsichtigkeit. Vielmehr weiß ich seit Kurzem, dass sich Semesterenden, die Abgaben von Bachelorarbeiten und schlafraubende Entwicklungsphasen von Babys nicht nach Typostammtischen richten und im ungünstigsten Fall eben alles zusammenkommt.

Und so bestreite ich die beiden Tage – die Eröffnung der Ausstellung am Freitag Abend und die Vorträge der frischgebackenen Type Master am Samstag Nachmittag – maximal übermüdet. Ich habe das Gefühl, mein Gehirn läuft mit Notstrom. Dass ich die präsentierten Arbeiten und die sieben Vorträge trotz suboptimaler Verfassung meinerseits in zwar nebeliger, dafür aber umso nachdrücklicherer und lebendigerer Erinnerung behalten habe, spricht für die Qualität des Gesehenen und Gehörten.

(Foto: Sonja Knecht)

Man könnte es schon fast als Tradition bezeichnen, dass das Typostammtisch-Jahr mit der Ausstellung der Abschlussarbeiten internationaler Masterstudiengänge im Bereich Schriftgestaltung beginnt. Zum insgesamt vierten Mal konnten im Medienhaus der UdK Berlin Schriftplakate von frisch gebackenen Absolventen und Absolventinnen bewundert, studiert und diskutiert werden – dieses Jahr aus Amiens (FR), Buenos Aires (AR), Den Haag (NL), Lausanne (CH), Nancy (FR) und Reading (UK).

Freitag, Tag 1 Weiterlesen “Nachbericht 81. Typostammtisch: Mastering Type”

25.01.2019: Mastering Type 2018

Wir wünschen euch von ganzem Herzen alles Gute für 2019 und freuen uns auf ein Jahr mit vielfältigen Themen, unterschiedlichsten Formaten und abwechslungsreichen Vortragenden. Los geht’s im Januar: Gemeinsam blicken wir über den regionalen typografischen Tellerrand.

Mit Mastering Type 2018 versammeln wir Abschlussarbeiten in Berlin, die im letzten Jahr in internationalen Masterstudiengängen im Bereich Schriftgestaltung entstanden sind. Die Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, insgesamt 40 Projekte aus den Studiengängen in Amiens (FR), Buenos Aires (AR), Den Haag (NL), Lausanne (CH), Nancy (FR) und Reading (UK) an einem Ort zu sehen. Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Was sind die aktuell spannendsten typografischen Themen? Welche unerwarteten konzeptionellen oder gestalterischen Ansätze wurden gewählt? Oder sieht eigentlich eh alles wieder so aus wie im letzten Jahr?

Achtung, die Ausstellungseröffnung findet am Freitag (!) um 19 Uhr statt, danach ist genügend Zeit für Analyse und Gespräch, gegen 21:30 müssen wir leider zum Ende kommen und die Räume um 22 Uhr schließen. Getränkeverkauf vor Ort.

Am Samstagnachmittag steht der Prozess hinter den Arbeiten im Vordergrund. Wir freuen uns auf Aldo Arillo, Dominic Stanley, Hidetaka Yamasaki, Katja Schimmel, Mona Franz, Namrata Goyal und Rafał Buchner, die in kurzen Vorträgen (auf Deutsch und Englisch) ihre Projekte und die dazugehörigen Arbeitsschritte, Zwischenergebnisse und Denkweisen vorstellen.

Die Präsentationen am Samstag startet pünktlich um 16 Uhr in der Aula der UdK (im ersten Stock). Unabhängig davon könnt ihr die Ausstellung in der Zeit von 12 bis 19 Uhr besichtigen.

Wann?
Ausstellungseröffnung: Freitag, den 25. Januar 2019 um 19 Uhr (Einlass 18:30)
Präsentationen: Samstag, den 26. Januar 2019 um 16 Uhr (Ausstellung: 12–19 Uhr)
Wo? Im Medienhaus der Universität der Künste Berlin,
Grunewaldstraße 2–5, 10823 Berlin, Ausstellung in der Galerie im Erdgeschoss,
Präsentationen am Samstag Nachmittag in der Aula im 1. OG
U-Bahn: Linie U7, Haltestelle Kleistpark
Bus: Linien 106, 187, 204, M48, M85, N7, Haltestelle Kleistpark

Bis dahin, wir freuen uns!
Euer Typostammtisch-Team


Die Ausstellung ABC des Reisens in der Kunstbibliothek kann noch bis 10. Februar besucht werden. Das Haus der Kulturen der Welt wird in nächster Zeit mit verschiedensten Veranstaltungen des Projekts „Das Neue Alphabet“ bespielt. Schon am 19. Januar werden im HKW Antworten auf die Frage „Wie politisch ist das Bauhaus?“ gesucht. Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge widmet sich 2019 einer vierteiligen Ausstellungsreihe zur Gestaltungssprache der Moderne. Am 22. Januar hält Dan Reynolds im Rahmen der „Materialität von Schriftlichkeit“-Reihe einen Vortrag mit dem Titel „Die Verbreitung einzelner serifenloser Schriften durch das deutschsprachige Schriftgießereigewerbe im 19. Jahrhundert“. Verena Gerlach spricht dort am 5. Februar „Über differenzierende Typografie und sichtbar gemachte gedankliche Welten in der Buchgestaltung.“


Die Titelzeile ist in der Cardone Bold von Fátima Lázaro gesetzt.
Das Titelbild stammt von Mastering Type 2017 und wurde von Tanja Blaufuß aufgenommen.

Nachbericht 79. Typostammtisch: 1E9E, ein Jahr danach

Am 25.10. trafen sich Π(π)×Daumen 100 Buchstabenbegeisterte – nicht nur Typografen und Schriftgestalter, sondern auch Linguistinnen, Lehrer, Studentinnen und Herausgeber – an unserem bevorzugten Veranstaltungsort in Schöneberg zum Thema 1E9E: die Versalform des scharfen S.

Die Atmosphäre macht Vorfreude auf das Programm; bereits die Wegweiser durch den Hof kündigen von Begeisterung für das Thema. Drinnen angekommen, ist auf Ausstellungswänden das Wort „STRAẞE“ in 270 unterschiedlichen Schriften gesetzt. Auf den Tischen liegen Kekse in Versaleszettform.

Bereits die Wegweiser kündigen von Begeisterung für das Thema. / Quelle: sofern nicht anders genannt, stammen alle Bilder von Nadya Kuzmina. Vielen Dank!
Benedikt und Dan treffen letzte Vorbereitungen zur Ausstellung.
Thematisches Gebäck von Jens und Dan. Danke noch mal!

Nach einem warmen Willkommen und beseelter Einleitung von unserer Sonja spricht als erste Nadine Roßa, bekannt durch Design made in Germany und ihre Sketchnotes. Bedingt durch ihren Nachnamen ist Nadine persönlich betroffen. Bereits in ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich umfassend mit dem Buchstaben ß. Entstanden ist ein Buch namens Eine scharfe Type – ein Erklärbuch zum Thema, das bereits Skizzen zur Versalform beinhaltet. Ihr zweites Buch dazu, Viele scharfe Worte, enthält alle deutschen Wörter mit scharfem S.

In ihrem Vortrag weiß Nadine von ß-Pannen in offiziellen Dokumenten zu erzählen, wo Namen oft in Versalien geschrieben werden. Auf die vermeintliche Frage „Wer braucht ein Versaleszett?“ hin kann sie also nur feststellen: „Ich brauche das!“ Weiterhin moniert sie, dass das Versaleszett zwar seit 10 Jahren offiziell sei, die Verwendung sich aber bis heute nicht gerade unkompliziert gestalte – so könne man das Zeichen auf Twitter zwar eingegeben, es werde aber auf dem Mac nicht angezeigt. („Danke, Apple!“, wie Lucas de Groot konstatiert.) Nadine zeigt uns viele kreative Lösungen zur Umschiffung dieses Problems, zum Beispiel ein B mit Unterlänge oder die Verwendung des Kleinbuchstabens ß zwischen Versalien.

Ein EXTRAWICHTIGER Buchstabe

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25.10.2018: 1E9E, ein Jahr danach

Manche sagen „scharfes S“ und „großes scharfes S“, andere sprechen vom „großen Eszett“, vom „Großbuchstaben Eszett“ oder vom „Versaleszett“, auf Englisch heißt es meist „German (capital) sharp S“ oder, mehrfach missverständlich, „German double-S“; wieder andere äußern sich allenfalls kodiert-distanziert-professionell-neutralisierend mittels Unicode: „1E9E“.

Seit dem 29. Juni 2017 ist es amtlich. Ein Jahr und gut drei Monate sind vergangen, seit der meistdiskutierte Buchstabe der westlichen Hemisphäre legitimiert und ins Regelwerk der deutschen Sprache aufgenommen wurde – neun Jahre nach der Unicode-Verankerung übrigens (1E9E gibt es seit dem 4. April 2008). Für manche ein typografischer Paukenschlag und Durchbruch für die deutsche Sprache sondergleichen, für andere völlig überflüssig (Schweizvergleich) oder gar ein Ärgernis. Für uns schlicht Tatsache und Anlass zur Bestandsaufnahme: Wie sieht das große scharfe S denn jetzt aus? Wie macht es sich in der Anwendung? Welche Form setzt sich durch? Wie erging und wie geht es denen, die seine Einführung begleitet oder aus beruflichen und persönlichen Gründen besonders mitgefiebert haben? Und wer arbeitet aktuell daran? Wer hat mit dem Großbuchstaben Eszett seit Tag eins seiner Einführung ganz praktisch zu tun?

Wir freuen uns auf Kurzvorträge und Gespräche von und mit Dudenredakteurin Melanie Kunkel, zusammen mit Ursula Fürst, Leiterin Herstellung beim Duden, und auf unsere Kollegin Nadine Roßa (Design made in Germany, Sketchnote Love) mit ihren Erfahrungen als namentlich Betroffene; Luc(as) de Groot wird Gestaltungsvarianten zu einer kleinen Ausstellung verdichten und uns einen Überblick zur Entwicklung geben. Als Einstimmung empfehlen wir Christoph Koeberlins Artikel Das große Eszett auf Typefacts sowie einen vorsichtigen Blick in die Feuilletons, exemplarisch etwa die FAZ (die abgründig hässliche Kopfzeile mag als Symbol zeitgenössischer Wirrwarrität und Alleingänge dienen): Ein Buchstabe mit Integrationsproblemen. Sehr erhellend finden wir Ralf Herrmanns Berichte auf Typografie.info, etwa Warum man ein großes Eszett benötigt (Oktober 2010) und DAS ESZETT KOMMT ENDLICH GROẞ HERAUS: PDF und Download, reich bebildert, erschienen 2011 in der gedruckten Ausgabe TypoJournal 3 – Wandel, darin auch Nadine Roßas Beitrag zu ihrem Buch Das Eszett, eine scharfe Type. In diesem Sinne: auf einen spannenden Abend!

Wann? Am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 um 19 Uhr
Wo? Bei LucasFonts, Eisenacher Straße 56, 10823 Berlin-Schöneberg

U-Bahn: Linie U7 bis Eisenacher Straße
S-Bahn: Linie S1 bis Julius-Leber-Brücke oder S1, S41, S42, S45, S46 bis S-Bahnhof Schöneberg
Bus: M48, M85, 104, 187, N42 bis Albertstraße

Herzlich grüßt
euer Typostammtisch-Team


In eigener Sache: Wir suchen Nachwuchs. Das Typostammtisch-Berlin-Team braucht Verstärkung. Wer packt mit an, wer hat Lust, unsere Veranstaltungen mitzuorganisieren? Das reicht vom Planen und Ideen spinnen, Sprecher kontaktieren, Technik und Ausstellungsaufbau, Einlass machen und Gaste zählen bis zum Getränke schleppen, aufräumen, Boden wischen und Nachbericht schreiben (kann man alles lernen). Einziges Kriterium: Du bist nach dem 1. Februar 1989 geboren und damit jünger als unser aktuell jüngstes Teammitglied. Bitte melde dich per E-Mail an und schreib uns ganz kurz, wer du bist, ab wann du Zeit hast und warum du mitmachen möchtest. Wir freuen uns!


Tipps, Tipps, Tipps! Sina Otto übernimmt zusammen mit Ute Klemm die nächste Schreibsession von Petra Rüth, das kostenlose Treffen für alle Schönschriftfans: Donnerstag, den 18. Oktober um 19 Uhr. Am 2. November eröffnet das Amsterdamer Grafikkollektiv Experimental Jetset in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Autor und Musiker Ian Svenonius die Ausstellung Alphabet Reform Committee an der Volksbühne; es geht um „die Stadt als poetische Plattform für Kommunikation“. Susanne Zippel von Mittelpunkt•Zhongdian lädt zusammen mit Norbert Gabrysch von wirDesign zu einem Abend mit Grafiklegende und Designdenker Olaf Leu, der als typografischer Gestalter in der Bauerschen Gießerei begann: am 8. November ab 19 Uhr in kleiner kulinarischer Runde („ab 19:30 wird geplaudert“) bei wirDesign in der Gotzkowskystraße 21/21 in 10555 Berlin. Susanne bittet um Anmeldung bis zum 31. Oktober per E-Mail oder unter 0163 67 68 68 9.


Die Titelzeile wurde in der Gig von Franziska Weitgruber gesetzt. Das Titelbild stammt aus der Florian Hardwig’schen Sammlung (Imbissschild, Berlin-Friedrichshain).

Nachbericht: Mastering Type 2017 und Schrift unterrichten

Schrift „Rock and Roll“ von Pedro Arilla, University of Reading, UK

Es ist Freitag etwa 15 Uhr, als ich eine Mail bekomme – Lucas steht in der UdK vor verschlossenen Türen. Jenny ist unerwartet lange beim Arzt. Schnell schreibe ich eine Mail, dass ich mich unmittelbar auf den Weg mache. Nicht, dass ich etwas an der Situation hätte ändern können, aber in Ruhe weiterarbeiten hätte ich nun auch nicht mehr gekonnt… Gegen 16 Uhr komme ich in der UdK an. Alle Wände sind aufgebaut. Benedikt, Lucas, Jenny und ihre studentischen Hilfskräfte sind nicht mehr zu sehen. Es ist die dritte Ausstellung. Jenny ist schwanger. Unerwartetes passiert. Ärger ist verständlich. Alles wird schön werden.

Ich stehe nur wenige Minuten im Raum, da kommen drei frische Masterabsolventinnen aus Zürich an, mitsamt ihrer Prozessbücher. Lächelnd, frisch und froh. Wir stellen uns vor, bedanken uns für die Bücher und geben noch einen Restaurant-Tipp ab: „Raus. Rechts. Fünf Minuten geradeaus und dann auf der rechten Ecke. Bis gleich.“ Nun noch Stühle platzieren, Bücher zuordnen und anbinden, iPad mit der Detailpräsentation bestücken, den Beamer ausrichten und fegen. Lampen vorne an und hinten aus – die ersten Besucherinnen und Besucher sind da. Schnell wird es voll, der Geräuschpegel steigt – es entwickelt sich eine Schwarmbewegung im Kreis. Quatschen, einen Meter vor, Poster gucken. Quatschen, einen Meter vor, Poster gucken. Quatschen, …

Im Hintergrund Arbeiten aus Zürich
Freitag Abend (Foto Tanja Blaufuß)
Freitag Abend im Medienhaus der UdK Berlin (Foto Lucas de Groot)

Benedikt läuft zwischen den gut 100 Gästen von einem Absolventen zur anderen Absolventin. Wer hat alles eine Präsentation dabei? Wer will sein/ihr Projekt als erstes vorstellen? Habt ihr einen eigenen Computer? Es ist bereits nach 19 Uhr. Mit einem kräftigen „Hallo und herzlich willkommen!“ lenke ich die Aufmerksamkeit auf Benedikt, der die Ausstellung eröffnet. Wie wir Benedikt kennen, erwähnt er Wichtiges gleich zu Beginn: „Der kommende Typostammtisch findet am 15. Februar statt“ und übergibt das Wort schnell und geordnet zu den Hauptakteurinnen und -akteuren dieses Abends.

Gespannt hören alle zu (Foto Sol Matas)

Andreas Schenkel fängt an. Wir erfahren von ihm, wie überfällige isländische Vulkane und eine Reise mit Rad seine Schriftformen und seine Schriftnamen beeinflusst haben. Miklós Ferencz’ Idee liegt in der Menschlichkeit der Fehler. Manchmal fehlen Elemente in den Zeichen, die sich in einem Weißraum widerspiegeln, und manchmal spielt er in seiner Schrift mit dem absoluten Gegenteil: zu viel Schwarz. Wörtlich beschreibt er es als „It’s not a deconstruction, it’s a construction.“ Demgegenüber erforscht Lucas Descroix die Kursive und stellt dabei ihre Verwendung und formale Gestaltung in Frage. Sven Fuchs wiederum geht sehr analytisch vor. Er erforscht Fassadenschriften aus der Nachkriegszeit (genauer aus den 1950-er Jahren) und überstrapaziert ihre Gestaltungsideen, um schlussendlich eine eigene Formsprache zu entwickeln. Ganz anders Ute Kleim. Ihr ist schnell klar, dass sie weniger mit der Gestaltungsidee zu kämpfen hat als mit der Hürde, diese konsequent auf ‚Non-Latin‘ zu übertragen, ohne die Harmonie in ihrer Schriftfamilie zu verlieren. Dabei berichtet sie zum Beispiel von einer unterschiedlichen Wahrnehmung der Schriftgröße in unterschiedlichen Kulturkreisen: „Was für uns gefühlte 8pt sind, ist für andere 10pt.“Tim Meylan hat sich gefragt „What is a font family? And why does sometimes a font family look more like a ‚real family‘ when I take different fonts from other families?“. Martina Meier zeigt uns, welch großen Einfluss eine Schattenachse auf die Gestaltung haben kann und wie sie diese nutzt, um jedem einzelnen Schnitt einen ganz individuellen Character zu verleihen, ohne dabei den Bezug zur Schriftsippe zu verlieren. Weniger beeinflusst von der Vergangenheit, dafür umso mehr begeistert von der Zukunft hat Thom Janssen Variable Fonts nicht nur als neues Font-Format betrachtet, sondern als Mittel zum Entwerfen. Den Spaß am Experimentieren merkt man ihm deutlich an.

Erst Arbeitstitel, dann Gestaltungsidee: „Cowboy“. Hier zu sehen sind die unterschiedlichen Schattenachsen der Schrift von Martina Meier.
Miklós Ferencz präsentiert seine Arbeit (Foto von Tanja Blaufuß und Irene Szankowsky)
Alternative g-Formen aus dem Prozessbuch von Daniel Coull
Doppelseite aus dem Prozessbuch von Eunyou Noh

Schlussendlich haben alle unserer Type Master jeweils mehr als die geplanten fünf Minuten über ihre Idee, ihren Prozess und ihr Ergebnis gesprochen – aber ich denke ich lüge nicht, wenn ich sage, dass wir alle sehr, sehr froh darüber sind. Neben dem ersten Eindruck über die Plakate ist der tiefere Einblick in die Arbeiten ungemein wertvoll. Selbst wenn man sich die Zeit genommen hat, genauer in die Prozessbücher zu schauen, so war es doch ganz anders, die Gefühle über das gesprochenes Wort zu empfangen, als es geschrieben zu lesen. Von den letzten zwei Ausstellungen wissen wir bereits, dass der Master in Type Design für alle eine sehr intensive Zeit ist. Dies durften wir dieses Mal etwas persönlicher erleben als in den Jahren zuvor. Danke dafür. Weiterlesen “Nachbericht: Mastering Type 2017 und Schrift unterrichten”

26.01.18: Mastering Type 2017 und Schrift Unterrichten

Wir wünschen euch von ganzem Herzen alles Gute fürs (inzwischen nicht mehr ganz so) neue Jahr! Beim Typostammtisch starten wir 2018 mit einem Doppelpack gleich richtig durch, denn neben Gewohntem bieten wir diesmal auch etwas Neues, aber lest selbst.

Zum bereits dritten Mal beginnen wir das Jahr mit „Mastering Type“, der internationalen Ausstellung von Masterarbeiten aus dem Bereich Schriftgestaltung. Diesmal präsentieren wir die Abschlussprojekte 2017 der Studiengänge aus Amiens (FR), Den Haag (NL), Nancy (FR), Reading (UK) und Zürich (CH). Als Eröffnung präsentieren außerdem acht frischgebackene Alumni persönlich vor Ort ihre Arbeiten (auf Deutsch und Englisch). Wir freuen uns auf aufschlussreiche Einsichten und ungefilterte Erkenntnisse. Gleichzeitig präsentieren wir viele Projekte auch mit den dazugehörigen Dokumentationen und bieten damit detaillierte Einblicke in den Entstehungs- und Entscheidungsprozess.

Achtung, wir beginnen pünktlich am Freitag (!) um 19 Uhr, müssen den Abend relativ straff gestalten, gegen 21:30 zum Ende kommen und die Räume um 22 Uhr schließen. Getränkeverkauf vor Ort.

Am Samstag Nachmittag stellen wir uns gemeinsam mit Lucas de Groot (FH Potsdam), Jürgen Huber (HTW Berlin), Stephan Müller (HGB Leipzig) und Andrea Tinnes (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) die Frage, wie in und um Berlin Schrift unterrichtet wird. Wie begeistert man Studierende für Schrift? Welche Schwerpunkte setzen die einzelnen Schulen? Welche Rolle spielen analoge Techniken und historische Recherche? Was ist verbesserungswürdig, und wie sieht der ideale Schriftunterricht aus?

Die Gesprächsrunde am Samstag startet um 16 Uhr in der Aula der UdK (im ersten Stock); unabhängig davon könnt ihr die Ausstellung in der Zeit von 12–19 Uhr besichtigen.

Wann?
Ausstellungseröffnung: Freitag, den 26. Januar 2018 um 19 Uhr (Einlass 18:30)
Diskussionsrunde: Samstag, den 27. Januar 2018 um 16 Uhr (Ausstellung: 12–19 Uhr)
Wo? Im Medienhaus der Universität der Künste Berlin,
Grunewaldstraße 2–5, 10823 Berlin, Ausstellung in der Galerie im Erdgeschoss,
Gesprächsrunde am Samstag Nachmittag in der Aula im 1. OG
U-Bahn: Linie U7, Haltestelle Kleistpark
Bus: Linien 106, 187, 204, M48, M85, N7, Haltestelle Kleistpark

Bis dahin, wir freuen uns!
Euer Typostammtisch-Team

Auftakt 2017: Ausstellung der Masterarbeiten 2016

Als zweite „Mastering Type“-Ausstellung und 63. Typostammtisch unserer Zeitrechnung konnten wir am Donnerstagabend im Haus der UdK Grunewaldstraße über 100 Gäste begrüßen, die sich freudig über die ausgestellten Schriftentwürfe – in Plakat- und Begleitbuchform – und andere Erfreulichkeiten aus der Branche austauschten.

Insbesondere diese Begleitbücher („Process Books“) der Studierenden aus Den Haag boten spannende Einblicke in die konzeptionelle und handwerkliche Herleitung der einzelnen Schriftprojekte, und sie sind toll gestaltet, geheftet, gebunden, alle verschieden.

Rododendron von Jitka Janečková, Ritual von Daria Petrova, TroisMille von Marc Rouault, Kaligari von Franziska Weitgruber

Sehr schön, dass wir die Prozessbücher wieder mit ausstellen konnten! (Sie werden sonst nur schulintern gezeigt und kaum aus der Hand gegeben.) Hier gibt es weitere Fotos der diesjährigen Den Haager Druckerzeugnisse.

Großer Andrang in der UdK-Galerie im Haus Grunewaldstraße: im Publikum unter anderem Simone Werger, Aleksandra Samuļenkova (Type and Media 2012), Georg Seifert, Andreas Frohloff, Daniel Perraudin (Type and Media 2012), Luc(as) de Groot, Gabby Lord (TYPO Berlin Editorial Team) und Philipp X. Neumeyer (Type and Media 2015), dessen Abschlussarbeit aus Den Haag wir im letzten Jahr ausstellen konnten.

Es freut uns sehr, dass wir einige der Studierenden vom Jahrgang 2015/16 aus Den Haag (Daria Petrova, Inga Plönnigs, Paul Troppmair) und Reading (Katharina Seidl, Manuel von Gebhardi) bei unserer Ausstellungseröffnung begrüßen durften; sie stellten ihr Studium, ihre Schule und die jeweilige Ausrichtung kurz vor.

Paul Troppmair (Type and Media 2016), flankiert von seinen Kursgenossinnnen Inga Plönnigs und Daria Petrova, erklärt Grundzüge des Schriftstudiums in Den Haag (Foto Jens Kutílek).

Die Schriftgestaltungsstudiengänge in Den Haag und Reading sind derzeit die wohl bekanntesten und etabliertesten. So widmet sich ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der PAGE (03.17, Seite 106 ff) diesen beiden Schulen, ihrer Lehre und den Alumni. Das allerdings sind bei weitem nicht die einzigen Möglichkeiten, Schrift zu studieren: 2016 ergänzten wir die Ausstellung mit Arbeiten aus dem Moskauer Type Design Workshop von Alexander Tarbeev, dieses Jahr zeigten Studierende aus Frankreich und Tschechien ihre Schriftprojekte.

Frankreich
Im rund eine Stunde von Paris entfernten Amiens unterrichten an der École supérieure d’art et de design unter anderem Alice Savoie, Patrick Doan, Frederik Berlaen und Jean-Baptiste Levée. Der von Sébastien Morlighem geleitete Kurs „Typography & Language“ dauert 16 Monate, die Auseinandersetzung mit einem nichtlateinischen Schriftsystem ist erwünscht, aber nicht verbindlich gefordert. Die Klassengröße beträgt meist fünf Studenten; je nach Bedarf findet der Unterricht auf Französisch oder Englisch statt. Zu den Absolventinnen zählen unter anderem Titus Nemeth, Alisa Nowak und Sandrine Nugue. In den letzen Jahren machten Studenten aus Amiens zum Beispiel beim Typeface Publishing Incentive Program von TypeTogether (aktueller Anmeldeschluss: 31. März 2017) auf sich aufmerksam. 2014 gewann Roxane Gataud mit ihrer inzwischen erschienen Bely, zuletzt setzte sich Quentin Schmerber mit Temeraire gegen die Konkurrenz durch. Neben dem Studium werden in Amiens auch in unregelmäßigen Abständen Ausstellungen und Konferenzen organisiert, wie die Sans Everything im vergangenen Oktober.

Das Atelier National de Recherche Typographique (ANRT) in Nancy leitet seit Oktober 2012 Thomas Huot-Marchand. In dem 18 Monate dauernden Kurs unterrichten zum Beispiel Alice Savoie, Émilie Rigaud, André Baldinger und der Deutsch-Franzose Jérôme Knebusch, der, jetzt steht es fest, zum nächsten Typostammtisch (am 23. Februar) nach Berlin kommen und einen Vortrag bei uns halten wird. Mangelnde Französischkenntnisse stellen auch in Nancy keine Hürden dar, man unterrichtet gern auf Englisch. Die Größe der Jahrgänge ist ähnlich wie in Amiens; eine Vorschau auf aktuelle Projekte, die in den nächsten Monaten abgeschlossen werden (fünf an der Zahl), gibt es hier. Auch kann man, nach erfolgreichem Abschluss des Masterkurses, in Nancy sein Studium mit einem PhD weiterführen. Einer der Forschungsschwerpunkte am ANRT ist aktuell das Thema „Automatic Type Design“: Bereits zum zweiten Mal fand zu diesem Thema 2016 eine mehrtägige und -sprachige Konferenz in Nancy statt.

Tschechien
Aus Prag war Schriftgestalter-Dozent-Tausendsassa Radek Sidun angereist, der die Ergebnisse seines letzten Studienprojekts vorstellte. Nach den preisgekrönten und auf der ATypI 2015 in São Paulo präsentierten Bestsellers (es ging darum, Schriften nach vorher destillierten Verkaufserfolgskriterien zu gestalten, was für einigen Aufruhr sorgte), bekamen die Studierenden nun jeweils eine bekannte, klassische Schrift vorgegeben (!), irgendeine, die sie weiterentwickeln sollten. Diese Evolution ist zu betrachten auf dem Briefcase Foundry Blog, der auch zu anderen Themen fundeirtes zu bieten hat (Lieblingslesetipp aktuell: Czech TV Type).

Warum dies so ausführlich, wenn es doch (noch) keinen reinen Schrift-Master-Studiengang an der Kunstakademie in Prag gibt? Weil es hier viel zu entdecken gibt: Prag ist ein wunderschöner Studienort, nah an Berlin und verhältnismäßig kostengünstig. Die Typo-Szene ist klein und extrem engagiert, originell, bringt exzellente Ergebnisse hervor. Manchen Designern gelten tschechische Schriftentwürfe als Geheimtipp. Mit Radek Sidun setzen sich Tomáš Brousil (Briefcase Foundry) und Karel Haloun als Dozenten für Schriftgestaltung und Typografie ein; maßgeblich in der Szene vor Ort und international sind auch Filip Blažek und die tolle Linda Kudrnovská, Herausgeberin und Chefredakteurin des (mit der ersten Ausgabe 2015) sofort zum Standardwerk avancierten 365typo Yearbook of Type.

Vorschau auf das nächste Studentenprojekt aus Prag (es geht um Bier, soviel sei verraten) …
Radek Sidun mit den Arbeiten seiner Studierenden; das Projektthema war die Weiterentwicklung einer bekannten Schrift: Evolution.

Hervorheben möchten wir die Tatsache, dass die Klasse aus Den Haag gleich mehrere Preisträger/innen beim diesjährigen Morisawa-Wettbewerb hervorbrachte: Bart Vollebregt konnte sich mit seiner Schrift Vonk sowohl den prestigeträchtigen Morisawa Award in Gold als auch den Akashi Award sichern, Jitka Janečková bekam für Rhododendron Silber; eine Lobende Anerkennung – Honorable mention – erhielt Marc Rouault für seine TroisMille; Daria Petrova mit ihrer grabsteininschriftinspirierten Ritual und Inga Plönnigs mit der extremschmalmagerscharf linksgeneigten Magnet gelang der Sprung auf die Shortlist (sprich: in die ganz enge Auswahl). Herzlichen Glückwunsch von unserer Seite!

Philipp Neumeyer vertieft sich in das „Process Book“ seiner LucasFonts-Kollegin Daria Petrova zu ihrer Schrift Ritual (und denkt mutmaßlich über den Sinn des Lebens nach).

Weitere Informationen zu allen präsentierten Abschlussarbeiten:
MA Typeface Design Reading 2016
Type and Media Den Haag 2016
Typographie & Langage Amiens 2014–2016
Atelier National de Recherche Typographique Nancy 2015
Type Design and Typography Prag 2016

Und noch ein paar Fotos vom Ausstellungsabend:

Weiterlesen “Auftakt 2017: Ausstellung der Masterarbeiten 2016”

26.01.17: Mastering Type 2016

Wir wünschen euch allen ein schönes neues Jahr! Mit unserem Auftakt 2017 manifestieren wir eine beginnende Tradition (ihr erinnert euch) – und präsentieren erneut internationale studentische Schriftprojekte ausgewählter Schulen:

Neben den Abschlussarbeiten 2016 der frischgebackenen Type Design Master aus Den Haag (NL) und Reading (GB) sind dieses Mal Arbeiten von Studierenden aus Amiens und Nancy (beides in FR) sowie Prag (CZ) vertreten; zusätzlich zeigen wir Plakate aus dem Evolution-Projekt vom Type Design and Typography Studio in Prag.

Welche Schwerpunkte setzen die einzelnen Schulen? Erkennt man das an den Ergebnissen? Wie werden die Studierenden betreut? Absolventen und Absolventinnen der Studiengänge freuen sich über regen Austausch. Neben den vielen neuen Type Master, Preisträgerinnen und unseren Gästen aus Prag erwarten wir natürlich auch Lehrende und Lernende der Berliner Design-Hochschulen und alle, die sich für eine fundierte Ausbildung in Sachen Schriftgestaltung interessieren. Die Arbeiten sind – zumal in dieser Zusammenstellung und mit so vielen Beteiligten – nur hier und jetzt zu sehen (zum Teil mit ausführlichen Dokumentationen, die sonst nur in den Schulen oder privat gezeigt werden). Lasst euch das nicht entgehen.

Achtung, wir beginnen pünktlich, müssen den Abend relativ straff gestalten, gegen 21:30 zum Ende kommen und die Räume um 22 Uhr schließen. Getränkeverkauf vor Ort.

Wann? Am Donnerstag, den 26. Januar 2017 um 19 Uhr (Einlass 18:30)
Wo? Im Medienhaus der Universität der Künste Berlin,
Grunewaldstraße 2–5, 10823 Berlin, in der Galerie im Erdgeschoss
U-Bahn: Linie U7, Haltestelle Kleistpark
Bus: Linien 106, 187, 204, M48, M85, N7, Haltestelle Kleistpark

Bis dahin, wir freuen uns!
Euer Typostammtisch-Team

PS
Dieses Mal können wir die Ausstellung verlängern. Am Freitag und Samstag jeweils in der Zeit von 12 bis 18 Uhr kommt gern nochmal vorbei und betrachtet die Arbeiten in Ruhe.