25.04.2019: Schrift in Magazinen

In der April-Ausgabe gehen wir beim Typostammtisch folgender Frage nach: Wie wird aktuell mit Schrift in Magazinen umgegangen? Genau genommen gehen nicht wir dieser Frage nach, sondern haben wir Magazin-Typografie-Profis eingeladen, um uns zu diesem Thema zu erzählen.

Beehren werden uns die gestalterisch Verantwortlichen vier unterschiedlicher Magazine. Der Mix könnte bunter nicht sein:
bauhaus now ist das offizielle Magazin des Bauhaus-Verbunds und geht der Frage „Was bedeutet das Bauhaus heute?“ nach; es erscheint in zwei Sprachen und bei uns vorstellen werden es Fabian Maier-Bode und Peer Hempel (Gestaltung).
Die Epilog aus Berlin/Weimar ist eine Zeitschrift zur Gegenwartskultur und versucht laut eigener Beschreibung „den großen Wandel in den kleinen und alltäglichen Dingen zu entdecken“; wir freuen uns auf Viola Kristin Steinberg (Art Direction).
FAZ Quarterly widmet sich, ebenfalls Selbstbeschreibung, „mit intellektuellem Tiefgang, souveräner Stilsicherheit und visueller Opulenz“ viermal im Jahr auf 180 Seiten dem Thema Zukunft; zu uns kommen Catrin Sonnabend und Julia Vukovic (Art Direction).
Missy Magazine steht für Pop, Politik und Feminismus, erscheint seit 2008 und ist mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren integraler Bestandteil hiesiger Gegenwartskultur; uns beehren Daniela Burger und Lisa Klinkenberg (Art Direction, Grafik).

Wann? Am Donnerstag, den 25. April 2019 um 19 Uhr
Wo? Bei LucasFonts, Eisenacher Straße 56, 10823 Berlin-Schöneberg
U-Bahn: U7 bis Eisenacher Straße
S-Bahn: S1 bis Julius-Leber-Brücke oder S1, S41, S42, S45, S46 bis S-Bahnhof Schöneberg
Bus: M48, M85, 104, 187, N42 bis Albertstraße

Herzlich grüßt
euer Typostammtisch-Team.


Berlin Letters, das neue Buchstabenfest (Lettering, Schriftgestaltung, Typografie) auf dem prominenten Sendeplatz vom 16. bis 18. Mai, steht fast vor der Tür. Mit Glück gibt’s noch Tickets und Plätze im Workshop eurer Wahl! Bis 25. Mai sind die typografischen Inszenierungen von Urgestein, Stammgast und Typostammtischsprecher Klaus Räum in Königs Wusterhausen zu sehen: „Buchstaben-Kabarett“. Nicht verpassen! Auch die Ausstellung „A wie Jüdisch“ im Jüdischen Museum dreht sich natürlich um Buchtaben, nämlich die des hebräischen Alphabets.


Das Titelbild zeigt eine Collage aus Covern der vorgestellten Magazine. Die Titelschrift wurde gesetzt in der Halunke von Elena Schneider, erschienen bei Future Fonts.

21.03.2018: Nadezda Kuzmina

Please scroll down for  English version.

Für den dritten Typostammtisch in diesem Jahr laden wir euch mal wieder ins Kreuzberger Sonnenstudio ein. Möge dies ein Omen sein für baldigen Frühling!

Nadezda Kuzmina gibt uns Einblicke in Videospiele, selbstverständlich mit Typografiebezug. Wenn wir über Schrift sprechen, so meinen wir meistens Fonts für Web- und Interface-Design oder natürlich traditionelles Printdesign. Ein weiteres Feld mit ganz eigenen Besonderheiten sind Videospiele. Bei der Erstellung einer Pixel-Art-Schrift für ein Videospiel setzte sich Nadezda damit auseinander. In ihrem Vortrag wird sie uns erzählen, wie sie ihre Schrift entworfen und entwickelt hat, und über besondere Eigenschaften der Schriftgestaltung in Videospielen sprechen. Nadezda Kuzmina lebt in Berlin, studiert Interface Design an der FH Potsdam und arbeitet bei LucasFonts als Designerin und Webentwicklerin.

Vortrag auf Englisch.

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For this year’s third Typostammtisch, we are happy to welcoming you at the wonderful location of the Sonnenstudio in Kreuzberg—in the hopes that this may inspire spring to arrive!

Nadezda Kuzmina will talk about the vast world of video games and, of course, especially about typography in this context. Wherever type is mentioned, we usually think of web or interface typography, or classic print design. Seldom are video games part of this discussion, despite it offering many new facets and own special challenges. Nadezda delved deep into this subject during her own pixel font project and will offer some of her experiences in her talk, outlining her development and design process as well as the special challenges in the world of typography in video games. Nadezda Kuzmina lives in Berlin and studies interface design at the FH Potsdam. She is employed as a designer and web developer at LucasFonts.

The talk will be in English.

Wann? Donnerstag, 21. März 2019, 19 Uhr
Wo? Im Sonnenstudio, Lausitzer Straße 10, Aufgang C, 3. Etage, 10999 Berlin-Kreuzberg
U-Bahn: U1 bis Görlitzer Bahnhof, U8 bis Kottbusser Tor oder Schönleinstraße
Bus: M29 bis Görlitzer Bahnhof oder Spreewaldplatz

Bis dahin,
euer Typostammtisch-Team.


Am 28. März 2019 findet ein Werkstattgespräch mit Bernard Stein im Rahmen der neuen Reihe „Visuelle Systeme – interdisziplinäre Perspektiven auf Schrift und Typografie“ an der Staatsbibliothek statt. Am 11. April um 19 Uhr eröffnet Anja Lutz (The Green Box) ihre Galerie AZ in der Torstraße 93 in 10119 Berlin-Mitte (Instagram) mit der Ausstellung „Library of Shapes, Texts and Structures“ von Andrea Tinnes (geöffnet auch 12./13. April 12–20 Uhr und ab 14. April nach Vereinbarung). Bis zum 28. April läuft in der Sammlung Scharf-Gerstenberg die Ausstellung „Max Erst – Zeichendieb“, in der es unter anderem um Geheimschrift geht. Und Berlin Letters rückt näher, die neue Eventhoffnung, die den prominenten Sendeplatz Mitte Mai übernimmt. Noch keine Tickets? Na dann los! Außerdem empfehlen wir einen Frühlingsausflug nach Königs Wusterhausen: In der dortigen Flurgalerie am Bahnhofsvorplatz 5 sind die typografischen Inszenierungen von Urgestein, Stammgast und Typostammtischsprecher Klaus Rähm zu sehen, sein „Buchstaben-Kabarett“. Noch bis 25. Mai.


Die Titelgrafik sowie die Titelschrift „Mogee“, eine Open-Source-Schrift (hier auf GitHub), stammen von Nadezda Kuzmina.

Nachbericht 81. Typostammtisch: Mastering Type

Wenn ich an die heurige Ausgabe von Mastering Type am 25. und 26. Januar 2019 im Medienhaus der UdK denke, der alljährlichen Ausstellung von Abschlussarbeiten internationaler Masterstudiengänge im Bereich Schriftgestaltung, so habe ich ein verschwommenes Bild vor dem geistigen Auge. Eines mit 40 abwechslungsreichen und vielfältigen Schriftentwürfen immerhin.

(Foto: Sol Matas)
(Foto: Sol Matas)

Die Qualität dieser Erinnerung liegt allerdings nicht an etwaigem Drogenkonsum, der üblichen Berliner Witterung zu dieser Jahreszeit oder meiner angeborenen Fehlsichtigkeit. Vielmehr weiß ich seit Kurzem, dass sich Semesterenden, die Abgaben von Bachelorarbeiten und schlafraubende Entwicklungsphasen von Babys nicht nach Typostammtischen richten und im ungünstigsten Fall eben alles zusammenkommt.

Und so bestreite ich die beiden Tage – die Eröffnung der Ausstellung am Freitag Abend und die Vorträge der frischgebackenen Type Master am Samstag Nachmittag – maximal übermüdet. Ich habe das Gefühl, mein Gehirn läuft mit Notstrom. Dass ich die präsentierten Arbeiten und die sieben Vorträge trotz suboptimaler Verfassung meinerseits in zwar nebeliger, dafür aber umso nachdrücklicherer und lebendigerer Erinnerung behalten habe, spricht für die Qualität des Gesehenen und Gehörten.

(Foto: Sonja Knecht)

Man könnte es schon fast als Tradition bezeichnen, dass das Typostammtisch-Jahr mit der Ausstellung der Abschlussarbeiten internationaler Masterstudiengänge im Bereich Schriftgestaltung beginnt. Zum insgesamt vierten Mal konnten im Medienhaus der UdK Berlin Schriftplakate von frisch gebackenen Absolventen und Absolventinnen bewundert, studiert und diskutiert werden – dieses Jahr aus Amiens (FR), Buenos Aires (AR), Den Haag (NL), Lausanne (CH), Nancy (FR) und Reading (UK).

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