{BTST 07.14}: Lesbarkeit pro Quadratzentimeter

Die Titelzeile wurde gesetzt aus der Mary Read
(Melle Diete, 2008, studierte einst in der Potsdamer Schriftklasse von Luc(as) und zählt nun zum LucasFonts-Team).

Am Donnerstag, den 24.7. findet der nächste Typostammtisch statt. Achtung: Dieses Mal treffen wir uns nicht im Max & Moritz, sondern auswärts! Sonja Knecht de Groot (schreibt für die TYPO Berlin und Edenspiekermann) und die LucasFonts GmbH laden uns ein nach Schöneberg.

Luc(as) de Groot wird uns dabei einen Einblick in sein zukünftiges neues Büro gewähren und uns mit einem spannenden Vortrag beglücken.

Der Berliner Holländer muss nicht groß vorgestellt werden: Luc(as) ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftgestalter. Seine funktionalen, akkurat gefertigten Fonts prägen die deutschen Medien von ARD (Thesis) über Spiegel (LF Spiegel) bis Taz (LF Taz III). Für Microsoft entwarf er den Courier-Killer Consolas sowie die Calibri, welche Arial und Times als Standardschriften in Word, PowerPoint & Co. ablöste. Seit 1997 ist er Professor an der FH Potsdam. Im selben Jahr gründete er seine eigene Schriftfirma FontFabrik mit dem Vertrieb LucasFonts.

In seinem Vortrag »Lesbarkeit pro Quadrat­zentimeter« geht es um die praktische Frage, wie sich angenehmes Lesen und Platzknappheit unter einen Hut bringen lassen. Luc(as) testet eine Reihe von Schriften, die als platzsparend und gut geeignet für kleine Größen beworben werden, und versucht durch Manipulation der einzelnen Parameter – Schriftgrad, Zeilenabstand und ‑länge, Zeichenabstand, Kerning, Mikrotypografie, Satzart und Wortabstand – möglichst viel aus den Schriften herauszuholen.

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{BTST 04.14}: Time After Time

Die Titelzeile wurde gesetzt aus der Mir (Julia Sysmäläinen, 2013).

Kurz bevor sich Berlin ins Osterwochenende verabschiedet, gibt es noch einen Typostammtisch. Am Gründonnerstag wird es bunt – wir erwarten nämlich Kaisa und Christoffer Leka. Manch einer wird die beiden Finnen auf der TYPO 2012 gesehen haben, wo sie eine fulminante Liebeserklärung an das Buch abgegeben haben. Um außergewöhnliche Buchgestaltung wird es auch beim Typostammtisch gehen. Kaisa und Christoffer haben ihr neuestes Werk im Gepäck, eine Graphic Novel namens Time After Time.

Wie weit reicht die Vorstellungskraft? Wo endet die Sprache, wo die Realität? Und was für ein Buch kommt dabei heraus, wenn man über solche Fragen nachdenkt? Für ihr neues Buch begaben sich Kaisa und Christoffer in die Welt der Mythologie und erkundeten, wie uralte Sagen auch heute noch das Leben all jener bereichern können, die sich die Zeit nehmen, sie aufmerksam zu studieren.

Die 304 farbigen Seiten sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit – nicht nur zwischen den beiden, sondern auch mit einer Vielzahl von Schriftgestaltern, Straßenmalern, Illustratoren und Musikern aus aller Welt. Die Gastbeiträge stammen von Szenegrößen wie z.B. Erik van Blokland, Kimya Gandhi, Florian Schick, Nina Stössinger, Lauri Toikka oder Indra Kupferschmid. Sie alle haben etwas beigesteuert zu dem, was Kaisa und Christoffer gern als analog multimedia bezeichnen – eine Mischung aus Geschichten, Schrift, Klängen und Bildern, eingepackt in farbenfrohes Papier und geschmückt mit Briefmarken, die so einzigartig sind, dass sie selbst dem muffligsten Briefträger ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

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{BTST 02.14}: Variablen der Schrift

Die Titelzeile wurde gesetzt aus der Lichtspiele Display (Stefan Huebsch, 2014).

Als Gast für den ersten Typostammtisch des Jahres 2014 konnten wir Manuel von Gebhardi mit einem Vortrag gewinnen, der unsere 2012 begonnene Serie zum Thema Leserlichkeit fortführt. Manuel studiert an der Burg Giebichenstein in Halle und beschäftigt sich dort im Rahmen seines Abschlussprojekts mit den »Variablen der Schrift«.

Darin begibt er sich auf die Suche nach einem System, das es ermöglicht, die unterschiedlichsten formalen Merkmale aller Schriften möglichst einfach und doch umfassend zu beschreiben. Obwohl der Fokus auf dem lateinischen Alphabet liegt, soll es auch für andere Schriftkulturen funktionieren. Ein solches Ordnungsprinzip kann helfen, Schriftarten gezielt auszuwählen, zu setzen, zu analysieren und letztendlich auch zu gestalten. Ganz entscheidend ist hierbei der organische Ansatz – das System soll offen und flexibel bleiben.

Am Typostammtisch stellt Manuel diese formalen Variablen vor. Daneben wird es um den oft vernachlässigten und gar nicht so banalen Aspekt der Schriftgröße gehen, bei dem es gilt, einige digitale wie bleisatz-technische Fallen zu umgehen. Neben dem Aufzeigen einzelner Probleme beim Vergleich von Schriften werden auch konkrete Lösungsansätze angeboten, welche im Anschluss gemeinsam reflektiert werden können. Weitere Einblicke in die von Prof. Andrea Tinnes und Roman Wilhelm betreute Arbeit gewährt Manuel auf seiner Website.

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{BTST 11.13}: Na raten Sie mal!

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Karbid Display (Verena Gerlach, 2011), siehe dazu auch das gerade erschienene Buch.

Es hilft nichts, es zu leugnen – auch das Jahr 2013 biegt bereits auf die Zielgerade ein. Neben der üblichen Hektik bedeutet dies auf den letzten Jahresmetern aber auch viele Geschenke. Darauf freuen dürfen sich die Ratefreunde, die am nächsten Donnerstag zum TypoStammQuiz erscheinen. Diese legendäre Rätselrunde geht nun bereits zum sechsten Mal über die kleinste Bühne der Hauptstadt.

Diesmal haben wir uns eines Tricks bedient und einige heiße Titelkandidaten schon vorab aus dem Rennen genommen. Ilja Wanka, Jan Middendorp und Andreas Frohloff haben sich gemeinsam mit den Vorjahresfinalisten Jens Kutílek und Florian Hardwig in eine dunkle Friedrichshainer Kammer eingeschlossen und ein spektakuläres Quiz ausgeheckt.

Jetzt seid ihr dran: Bitte prüft, ob ihr oder eure Arbeitgeber passende Preise bereitstellen könnt. Bücher, Plakate, Schriftmuster, Shirts, Gutscheine, Selbstgemachtes – was auch immer ihr am liebsten behalten wollt, her damit! In den letzten Jahren haben wir es sogar geschafft, für jeden Teilnehmer einen Preis bereitzustellen. Vielleicht gelingt uns das auch 2013. Wir freuen uns auf euer Kommen!

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{BTST 09.13}: Hinterfleisch und Balkenneigung

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Deutschkurrent (Georg Salden, 2013)

Der kommende Typostammtisch widmet sich einer ganz besonderen Sparte der Typografie, einem Bereich mit großer Tradition, der völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit Gebrauchsgrafik im besten Sinne des Wortes herstellt – dem Notensatz. Schwarz auf weiß und ohne überflüssige Schnörkel entstehen allein im deutschsprachigen Raum jährlich ein paar hunderttausend Seiten Musiknoten. Unser Gast ist Werner J. Wolff von Notengrafik Berlin, einem der wenigen Spezialbüros in Deutschland. Sein Vortrag schaut hinter die Kulissen dieser Branche, erläutert die Arbeitsweise und ‑bedingungen sowie die hohen technischen Anforderungen an die Notation. Und natürlich wird er auch klären, was es mit der Balkenneigung und dem Hinterfleisch auf sich hat.

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{BTST 07.13}: Typoflohmarkt

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Dora Display (Slávka Pauliková, 2013)

Ein schriftbezogener Vortrag jagt derzeit den nächsten. Für den Stammtisch somit beste Gelegenheit, etwas Neues zu wagen. Daher laden wir nun erstmals zum typografischen Hauptstadtflohmarkt ein! Jeder darf mitmachen. Es können Bücher, Specimens, Poster, Karten, Shirts, Selbstgemachtes, ja sogar Fonts verkauft, gekauft oder einfach nur getauscht werden. Drum bringet mit, was euer Sammelsurium entbehren und anderen Freude bereiten kann. Der Rest ist wie immer entspanntes Beisammensein.

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{BTST 05.13}: Stephen Coles

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Anchor (Eric Olson, 2010)

Wenige Tage nach der TYPO steht schon der nächste Höhepunkt für Berliner Buchstabenfreunde an. Wir freuen uns, einen ganz besonderen Gast beim Typostammtisch begrüßen zu dürfen.

Stephen Coles braucht im Grunde keine große Vorstellung. Der Autor, Designer und typografische Berater ist eine feste Größe in der internationalen Schriftszene. Als Gründer des Blogs Typographica kam Stephen zu FontShop San Francisco und war dort sechs Jahre Creative Director. Mittlerweile pendelt er zwischen Kalifornien und Berlin, ist die treibende Kraft hinter Fonts In Use und gibt neben Typographica auch Chromeography und The Mid-Century Modernist heraus. Mit The Anatomy of Type veröffentlichte er jüngst sein erstes Buch. Regelmäßig schreibt er darüber hinaus für das Magazin Print, ist Gastdozent beim Type Camp und Mitglied des TypeBoards von FontFont.

Sein Vortrag (in englischer Sprache) trägt den Titel A Typeface is a Chair – »eine Schrift ist ein Stuhl«. Anhand dieser einfachen Metapher zeigt Stephen, auf welche Arten Schriften gemacht, beurteilt, ausgewählt und verwendet werden. Die begleitenden Illustrationen stammen von Laura Serra.

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{BTST 03.13}: Tintentanz

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus den Kapitälchen der Haptic Black (Henning Skibbe, 2008)

Zur 36. Ausgabe des Berliner Typostammtisches erwarten wir dieses Mal gleich zwei Gäste.

Der eine, Hans-Jürgen Willuhn, kann mit Fug und Recht als Meisterkalligraf bezeichnet werden. Seit fünf Jahrzehnten widmet er sich der Buch- und Schriftgrafik, erhielt diverse Lehraufträge für Kalligrafie und Schriftgestaltung, darunter sogar eine Gastprofessur in Kairo. Seit bald 20 Jahren lehrt er an der FH Potsdam. Ganze Generationen von Studierenden durften bei ihm die Ausdruckskraft der eigenen Schrift entdecken. Viele sind den Buchstaben treu geblieben und erinnern sich gerne.

Die andere, Pauline Altmann, zählt ebenfalls zu jenen, die sich in Potsdam von der Frische seines Kalligrafieunterrichts faszinieren ließen. Noch während des Studiums gewann sie den Wettbewerb zum 15-jährigen Villa-Aurora-Jubiläum und entwarf dafür Katalog und Ausstellungstypografie. Seit ihrem Studienabschluss arbeitet Pauline Altmann freiberuflich im Bereich Grafik- und Motion-Design, immer mit Fokus auf feiner Typografie.

Gemeinsam haben die beiden das Kalligrafiekonzept Willuhns, bei dem Rhythmus und Dynamik, Charakteristik und Form zusammenkommen, in einem wunderbaren Buch festgehalten. Tintentanz »ist kalligrafischer Ausdruckstanz, ist Jazz für die Hand, die schreibt. Dieses Buch weckt die Lust, das Charakteristische beim eigenen Schreiben herauszuarbeiten und zu kultivieren. Handschrift wird zum persönlichen Ausdrucksträger: individuell – unverwechselbar – leidenschaftlich.« Weitere Informationen zu dem im Hermann Schmidt Verlag Mainz erschienenen Buch finden sich auf tintentanz.de

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{BTST 01.13}: Martin Z. Schröder

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Edward (Hendrik Weber, 2012)

Bereits zum vierten Mal arrangierte Martin Z. Schröder exklusiv im handgefertigten Bleisatz ein Buch des ›Ober-Ironikers‹ Max Goldt. Dabei greift der typografisch versierte Schweizerdegen selbst gestalterisch in die Texte ein, zum Beispiel im ›Märchenschloss‹. Hier erscheint die verquatschte Restaurantkritik in kräftig geschmückter Zentenar-Fraktur. Das ist selten, denn üblicherweise ist es dem Typografen untersagt, sich derart aktiv in die Texte einzumischen. In dieser Buchreihe hingegen kommt dies öfter vor. Warum das so ist und warum das den ohnehin schon brillanten Texten gut tut, wird Martin Z. Schröder neben weiteren Einsichten in die Produktion des Buches ›Sind wir denn nur in Cordbettwäsche etwas wert?‹ beim ersten Typostammtisch des Jahres verraten.

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{BTST 12.12}: Das fünfte Typostammquiz

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Aeronaut (Georg Herold-Wildfellner)

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, Weihnachten steht vor der Tür. Wer den Typostammtisch schon länger begleitet, weiß, was das heißt: Es ist wieder Zeit für Geschenke … und für unsere traditionelle Raterunde! Die beiden Finalisten des letzten Jahres, Christoph und Tim, stecken mitten in den Vorbereitungen und tragen zur Stunde knifflige Fragen für das fünfte Typostammquiz zusammen.

Auch einige Preise sind bereits eingetroffen. Ein erstes Paket mit edlen Gaben hat uns der Verlag Hermann Schmidt Mainz geschickt, weitere Schenkungen wurden von Martin Z. Schröder und Etienne Girardet angekündigt. Bitte überlege, ob auch Du (oder Dein Arbeitgeber) passende Preise zur Verfügung stellen kannst. Jede Spende ist willkommen: Bücher, Plakate, Schriftmuster, Shirts, Gutscheine, Selbstgemachtes – alles darf auf dem Gabentisch präsentiert werden. Wenn alle sich wieder so spendabel zeigen wie in den letzten Jahren, dann ist sogar für jeden Teilnehmer ein Preis garantiert. Weiterlesen “{BTST 12.12}: Das fünfte Typostammquiz”