Nachbericht 70. Berliner Typostammtisch: Tools zum Teilen

Mit 14 Präsentationen – einer Dichte an Vortragenden, die wir sie sonst nur von Pecha-Kucha-Abenden kennen – war die 70. Ausgabe des Typostammtischs einer unserer bisher längsten und informationsreichsten Abende. Und mit über 100 Gästen wissen wir, dass wir nächstes Jahr das Format Typotechnikstammtisch wiederholen wollen. Ihr könnt schon mal über euren Beitrag nachdenken.

Bar, WC und rlig, Ulrike stellt required ligatures in Frage. Foto: Sonja Knecht

Den Anfang machte Ulrike Rausch von LiebeFonts. Sie erklärte auf klare Weise, wie sie ihre Schriften lebendig hält. Dass man doppelte Buchstaben (die beide in einem Wort oder im Text kurz hintereinander erscheinen) rotierend durch Varianten ersetzen kann, ist schon toll – aber, dass man Konsonanten und Vokale getrennt behandelt, und Gruppen von Buchstaben vertikal verschieben kann, ohne doppelte Glyphen einzubauen, hat auch die Programmierer-Nerds an den Stuhl gefesselt. Wir hoffen mit Ulrike, dass das Bewusstsein für diese Feinheiten bei den Anwendern weiterwächst, da selbst automatische OpenType-Feature-Funktionalitäten auf dem Weg zum Endprodukt oft auf magische Weise verloren gehen.

Andreas „Eigi“ Eigendorf zeigte sein weiterentwickeltes Sprachentool (Character Set Tool) von Alphabet Type. Es hilft, die Sprachunterstützung und Encodingabdeckung von Schriften zu überprüfen, sprich: Es analysiert eine beliebige Schrift und spuckt lange Listen aus, in denen niedergeschrieben ist, welche Sprachen unterstützt werden. Die beiden Onlinetools Character Set Checker und Builder wurden bereits auf der ATYPI-Konferenz in Warschau von Eigis Kollegen präsentiert; diesmal lag der Fokus auf der zusätzlichen Funktionalität, dass die Sprachdatenbank auch aus eigenen Skripten per API angesprochen werden kann.

Ferdinand Ulrich beglückte uns mit wunderschönen Bildern von Hilfsmitteln, die man in einer Blei- und Holzdruckerei braucht. Insbesondere erklärte er und das Wie und Warum des Walzengreifs; der wird benötigt, um die Höhe der Walze genau auf die Höhe des Druckmaterials zu bringen. Das hübsche Gerät, das er in antiker Originalverpackung dabei hatte, gibt es zu bewundern bei p98a. Auch hat Ferdinand seinen Vortrag nun als Artikel veröffentlicht.

Frank Rausch hat ein Tool namens Typographizer entwickelt, mit dem auf Taschenlesegeräten (wie schlauen Telefonen) falsche An- und Abführungszeichen in typografisch korrekte Formen umgesetzt werden. Seinen Code (programmierte Zeilen) darf jeder in seine eigene App (Progrämmchen) ein- und umbauen; anhand einer Demo-App verdeutlichte uns Frank wie schnell seine Programmbibliothek in unsere eigenen Apps hineinkommen. Endlich automatische Mikrotypografiekorrektur auf MacOS.

Friedrich Forssman erklärte uns per Videobotschaft, gemütlich Pfeife rauchend vor einer enormen Bücherwand ein InDesign Plugin, womit Ligaturen für die deutsche Sprache korrekt aufgelöst werden. Sicherlich neu für viele der zugewanderten Gäste war, dass man sogar laut Duden im Deutsch nicht über Wortfugen ligieren (Buchstaben verbinden) darf. In seinen zwei sehr kurzweiligen filmischen Darreichungen führte Friedrich das Plugin vor, und zeigte, wie man mittels einfachem Suchen und Ersetzen den aufgelösten Ligaturen noch ein wenig extra Luft einhauchen kann, so dass sie nicht wie misslungene Verklebungen daherkommen. Weitere Informationen zu dem Skript gibt es im unteren Bereich seiner Website.

Georg Seifert führte zunächst das von Friedrich Forssman erdachte Durchschein-Skript für InDesign vor: „Durchscheinen“ simuliert, wie Seiten aussehen, wenn sie auf dünnem Papier gedruckt werden. Dies und auch der famose Bundschattenfilter sind auf der oben genannten Seite von Friedrich herunterzuladen. Anschließend erklärte Georg, wie er Github selbst fuer die Programmierung von seiner weltberühmten Glyphs App verwendet, und stellte ein Tool namens CommitGlyphs vor, mit dem SchriftgestalterInnen genau dieses Git-Plattform auch für die Verwaltung von Glyphs-Dateien nutzen können, speziell wenn man mit mehreren Leuten an einer Schriftentwicklung arbeitet. Interessant ist so ein System aber auch, wenn man einen klar strukturierten Überblick über die eigene Arbeit haben will.

In einem spontanen Einschub erklärte uns Nadezda Kuzmina, was Git überhaupt ist und wie sie Github als Gestalterin nutzt. Sie zeigte uns eine feine Pixelschrift, die nur aus PNG-Bildern aufgebaut ist (die sie für das Spiel Mogee entwarf), und Logos Logos als OpenSource-Dateien, an dem mehrere Personen arbeiten können: womöglich ein kleiner Ausblick in die Zukunft der gestalterischen Berufe.

In der halbstündigen Pause wurden die letzten Reste aus den enormen Suppentöpfen geleert. Nur die besten Zutaten wurden hierfür verwendet: die letzten drei Kiezkürbisse aus Hof 3 der Eisenacher 56, direkt hinter dem Vortragsraum.

Jens Kutílek hat ein wahrhaftes Programm für MacOS und Windows gebaut, mit dem sich Namen für die unterschiedlichsten Dinge, zum Beispiel Schriftfamilien, erfinden lassen. Man gibt zuerst seine Lieblingsbuchstaben ein, bestimmt die minimale, optimale und maximale Länge des Wortes und sucht sich eine Sprache oder ein Themengebiet aus, in dem der Name verwurzelt sein soll. Aus dem Publikum kam die Frage, ob man auch Babynamen zum Beispiel deutsch mit bulgarischem Touch suchen lassen kann. Der WoLiBaFoNaGen ist derzeit in der Version 0.1.0 erhältlich, Wünsche und Anregungen könnt ihr auf der Github-Seite des Projekts hinterlassen.

Klaas zaubert mit Grep und Unterlängen in InDesign. Foto: Sonja Knecht

Klaas Posselt von der InDesign User Group Berlin zeigte uns mehrere beeindruckende typografische Möglichkeiten der in InDesign eingebauten GREP-Funktionalität, was enorme Zeitersparnisse bei der Formatierung von Texten erlaubt. Er erklärte, wie man feinste Spationierungsanpassungen automatisch machen kann, wenn die in der Schrift eingebauten Unterschneidungstabellen nicht ausreichen (zum Beispiel bei Tabellenzahlen), oder bei unterschiedlichen Schriften und Formatierungen. Zum Schluss zeigte Klaas das Aufräumen von typografischen Sünden wie falschen Minus- und Multiplikationszeichen und sogar Hurenkindern vor, alles mit sehr kurzen GREP-Zeilen. Alle gezeigten Dateien inklusive der dazugehörigen GREP-Stile stellt Klaas hier zum Download bereit.

Lasse Fister, speziell aus Nürnberg angereist, zeigt seine Arbeit an FontBakery, den Schrifttestwerkzeugen von Google für Google Fonts. Es analysiert die komplexesten Schriften und meldet alles, was daran (technisch) nicht in Ordnung sein könnte. Dies funktioniert sowohl mit einzelnen Schriften, aber auch mit ganzen Schriftbibliotheken. (Danach zeigte er noch mehr, aber da konnte ich nicht aufpassen, weil die Batterien des Mikrofons ausgetauscht werden mussten, und ich selbst gleich dran war. Danke Olli fürs Ergänzen!) Derzeit arbeitet Lasse an einer Version der Schrifttestwerkzeuge, bei der alle Tests in der Cloud ablaufen. Als Bonus stellte Lasse außerdem mdlFontSpecimen vor, eine Website, die automatisch ausführliche Schriftmuster für Fonts erzeugt.

Luc(as) de Groot zeigte, wie man mit Hilfe von einer Fotokopie oder eines Laserausdrucks, halbkaltem Kaffee (kein Espresso!) und Scotch Magic Tape (oder irgendeinem anderen transparenten Klebeband) Typografie auf praktisch allen Oberflächen anbringen kann, die nicht in einen Laserdrucker passen. Man klebt das Tape auf das Gedruckte, tunkt es in den Kaffee und reibt dann an der Rückseite mit kreisenden Bewegungen das Papier weg. Der Toner bleibt sauber auf dem Tape zurück und kann nach Trocknung ohne weiteres auf Objekte geklebt werden, oder mittels Hitze (Feuer, Föhn) zuerst noch verformt und verzerrt werden. Erfunden hat Luc(as) den Luc-Truc in den ’80er-Jahren während seines Studiums.

Mark Frömberg, freier Schriftgestalter aus Berlin, präsentierte seine selbstgemachten Skripte für Glyphs. Das neueste dieser Helferchen hört auf den Namen Skedge und erleichtert das Entwickeln von Glyphs-Reporter-Plugins mit einer Live-Vorschau in Glyphs. Alle anderen frei zugänglichen Skripte von Mark findet man auch im hauseigenen Plugin-Manager von Glyphs. (Ich hatte die Details vergessen, weil Glyphs nicht auf meinem PC läuft, danke nochmal, Olli!)

Anschließend zeigte unser Typostammtischorganisationsteammitglied Olli Meier mittels Live-Skype-Übertragung von der anderen Seite Deutschlands, welche Hilfsmittel er alle schon für Glyphs bereitgestellt hat. Mehrere Ebenen auf einmal löschen, kein Problem mehr. Er zeigte auch wie man mit DrawBot (Just van Rossum, Erik van Blokland, Frederik Berlaen) aus kompatiblen Glyphen ganz schnell tolle Animationen produzieren kann. Seine Scripte findet man demnächst hier.

Zum Schluss zeigte uns Sergey Rasskazov aus St. Petersburg, wie er einfach selbst eine Schriftgestaltungsschule gegründet hat, und mit tollen Lehrern in Kürze die Studenten zu tollen Ergebnissen bringt. Er führte ähnlich professionelle Unterrichtsabläufe vor, wie sie an den gefestigten Schriftgestaltungsinstitutionen gehandhabt werden.

Vielen Dank nochmal an alle Vortragenden für ihre Beiträge und eure tollen Tools! Und danke an Jens Kutílek für Ergänzungen und Rechtschreibkorrektur 🙂

Timelapse Typostammtisch #70, von Floris de Groot

26.10.17: Typotechnikstammtisch

Geistiges Gut oder Handwerk, Formfindung oder Formgebung, Inspiration oder Automatisierung, Farbe oder Metall, Typo oder Technik. Entgegengesetzte Pole, die sich abstoßen oder doch vielleicht anziehen?

In unserem Typotechnikstammtisch (dem ersten seiner Art) am 26. Oktober präsentieren unsere Vortragenden diverse frei zugängliche Werkzeuge, Miniprogramme und hilfreiche Skripts. In Kurzpräsentationen nähern sie sich typografischen Problemen, offenen Fragestellungen und möglichen Lösungswegen. Es wird um Plug-Ins und Python gehen, aber auch um typografische Helfer für InDesign, das Web und die analoge Welt.
Wir freuen uns auf Beiträge von Andreas „Eigi“ Eigendorf, Ferdinand Ulrich, Frank Rausch, Friedrich ForssmanGeorg Seifert, Jens Kutílek, Lasse Fister, Luc(as) de Groot, Mark Frömberg, Olli Meier und Ulrike Rausch.

Lasst uns gemeinsam den Kurzpräsentationen zuhören, Fragen entwickeln und eventuell Antworten finden. Lasst uns Wissen verbreiten und Tools teilen. Lasst uns verborgene Themen aus dem Schatten locken und in den Vordergrund rücken. Lasst uns einfach einen schönen Abend verbringen und über Inhalte sprechen, die uns bewegen und interessieren.

Wann? Am Donnerstag, den 26. Oktober um 19 Uhr.
Wo? Bei LucasFonts, Eisenacher Straße 56, 10823 Berlin-Schöneberg

U-Bahn: Linie U7 bis Eisenacher Straße
S-Bahn: Linie S1 bis Julius-Leber-Brücke oder S1, S41, S42, S45, S46 bis S Schöneberg
Bus: M48, M85, 104, 187, N42 bis Albertstraße

Bis dahin,
euer Typostammtisch-Team


Diesen Monat möchten wir euch auf folgende typografische Leckerbissen hinweisen:

Am 19. Oktober um 19 Uhr fordern die Design-AbsolventInnen der Universität der Künste Berlin zur Debatte heraus. Where are we now? – Autorenschaft im Design. Eine Ausstellung folgt einen Tag später, am 20. Oktober. Die Ausstellung Gier nach neuen Bildern (Deutsches Historisches Museum bis zum 8. April 2018) zeigt eine Auswahl von 180 originalen graphischen Nachrichtenblättern aus dem großen Sammlungsbestand, die durch komplette Bilderfolgen in Medienstationen ergänzt werden. Vom 20. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018 zeigt das Kunstgewerbemuseum – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“ der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität der Künste Berlin die Austellung Form Follows Flower.


Die Titelzeile wurde in der Lisbeth Display von Louisa Fröhlich gesetzt, die bei Type Together erhältlich ist. Das Titelbild stammt aus der Zeitschrift „American Printer“ und zeigt die Zukunftsvision des automatischen Schriftsatzes anno 1912, gesehen in einem Vortrag von Eckehart SchumacherGebler.

Recap Typostammtisch #65: David Březina

At the evening before Typo Labs, David Březina spoke for an audience of around 150 visitors, our biggest Stammtisch yet! We moved from a regular bar to the LucasFonts office because we expected many visitors, but not that many! The office was flanked by two courtyards with flowering Narcissus, Tulips, and even a few Hyacinths, so that even the people standing outside had something nice to look at, yes, not everyone could get inside.

Pixel perfection: do you find the LucasFonts logo?
Crowded house! The KREM de la créme of type design coming together. 🙂

David held an inspiring talk structured in two lectures: first he introduced the Rosetta team, talked about recent work, their workflow, and about their approach to multi-script design and harmonisation. The second part was about his ongoing PhD research on coherence in typeface design. If relations between character shapes are formalised the outcome might lead to something reusable to design and teach type more effectively. He showed some interesting examples of neuronal networks completing typefaces, that were close to what a designer would have done.

David Březina was so generous as to provide a very long and mannifold talk – to a very attentive audience.
Typostammtisch host Luc(as) de Groot with two of so many lovely visitors: Marina Chaccur (based in The Hague) and Maria Doreuli (from Moscow).

We were joined by many international guests and the atmosphere after the lecture was joyful. To still the hunger and thirst of the visitors, more drinks had to be bought, and when all food was gone, Glyphs’ creator Georg Seifert sponsored a pile of pizzas. They disappeared in no time. Many thanks to Georg!

The evening was accompanied by a small Rosetta exhibition (left side in the follwing picture) featuring Skolar Sans, a collaboration of David Březina and Sláva Jevčinová, and Gitan by Florian Runge.

Success took us all by surprise, we must say. We were super happy to hear our first and fulminant “pre-Labs” Typostammtisch and, most of all, David’s talk being referred to quite some times during the following conference days – thank you, everyone! After these full-packed days, once again, it very much felt like living at the heart of were type and typography are being discussed, designed, produced, engineered, in short: loved madly by many.

The evening in a time lapse (video by Floris de Groot, 17):

 

Some more pictures:

Weiterlesen „Recap Typostammtisch #65: David Březina“

05.04.17: David Březina

Achtung: Wegen großem Interesse wurde der Veranstaltungsort geändert!
Attention: Due to high demand, the location of the event has been changed!

Please scroll down for English version.

Unser kommender Typostammtisch findet ausnahmsweise, aus gutem Grund, an einem Mittwoch statt: dem Vorabend der diesjährigen TYPO Labs. Zur Einstimmung auf drei spannende Konferenztage haben wir David Březina von Rosetta Type zu Gast.

David stellt das Rosetta-Team (hier im Interview) mit aktuellen Projekten vor und erklärt, wie sie Arbeitsweisen, Workflow und Tools – Stichwort Editor-Unabhängigkeit – so organisieren, dass eine relativ kleine Firma große Custom-Font-Projekte bewältigen kann. Dabei geht er auch auf Fragen schriftsystemübergreifender Gestaltung und Harmonisierung ein. Im zweiten Teil spricht er über seine Doktorarbeit: „Koherenz in der Schriftgestaltung“. Warum ist es schwierig, zu definieren, was verschiedene Buchstabenformen miteinander verbindet, und warum wäre es gut, Ähnlichkeitsverhältnisse flexibel und wiederverwendbar bestimmen zu können? Gestaltung und Lehre könnten davon enorm profitieren; zudem stellt sich, so David, dank jüngster Erkenntnisse im Bereich „Deep Learning“ die Grundsatzfrage, was Schriften sind.

Achtung, wir treffen uns im Büro von LucasFonts in Schöneberg und freuen uns auf ein internationales Treffen mit regem Austausch: weniger zu den Fonttechnologien selbst (dazu ist in den Tagen danach ausgiebig Zeit), sondern über Arbeitsalltag, Kundenwünsche und Forschung.

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Our next Typostammtisch Berlin will be on Wednesday before Typo Labs: as a perfect start for some super interesting days, and opportunity for conference guests to connect with the local type crowd. Happy to have David Březina of Rosetta Type as our speaking guest!

David introduces the Rosetta team, talks about recent work and how they set up their workflow and tools. Preferring an editor-independent font production process, the relatively small company is able to tackle large custom projects. David will also cover questions of multi-script design and harmonisation. The second part is about his PhD research on coherence in typeface design. Focusing on the difficulty of finding relations between character shapes, David explains why it would be great if these relationships could be formalised in a flexible and reusable way: it might help to design and teach type more effectively, plus, with recent advancements in deep learning, lead us to rethink what typefaces actually are.

We will meet at the office of Lucas de Groot’s foundry LucasFonts in Schöneberg – hoping for a lively exchange: not so much about technologies (plenty of time the days after), but about daily business, clients demands and research.

Der Vortrag findet auf Englisch statt.
The talk will be in English.

When? On Wednesday, 5th of April, at 7 pm
Where? At LucasFonts, Eisenacher Straße 56, 10823 Berlin-Schöneberg
U-Bahn: U7 to Eisenacher Straße
Bus: M48, M85, 104, 187, N42 to Albertstraße
S-Bahn: S1 to Julius-Leber-Brücke or S1, S41, S42, S45, S46 to S Schöneberg

Bis dahin,
euer Typostammtisch-Team


This month we would like to attract your attention to:

The exhibition Writing Pictures – Picture Writing. Chinese Poster and Book Design Today about the emergent graphic design scene in China and Hong Kong, presented in the Berlin Kunstbibliothek – find out about their spectacular graphic design collection (would take some days, actually). For German speaking audiences: On 4th of April, the Staatsbibliothek presents Zwischen Handwerk und Industrie: Der Verlagseinband des 19. Jahrhunderts, a talk by Thomas-Klaus Jacob. Starting on April 1st, the exhibition BERLIN.STADT.MAGAZIN focuses on the design and history of Berlin’s city journals “tip” and “Zitty”.

Our legendary Buchstabenmuseum (Museum of Letters) is closed at the moment, but we cannot not mention it: remember to go there next time to see Barbara Dechant’s exorbitant collection of original shop front letter signs. And then there is the wonderful Museum der Dinge (Museum of Things), which chronicles the product culture of the 20th and 21st centuries, mostly from the archives of the Deutscher Werkbund (founded in 1907). Or just walk around in the here and now of Berlin to find typographic signs all over the place. For inspiration you might like to follow @Berlin_Type@hardwig or have a look here.


Die Titelzeile wurde in einem noch unveröffentlichten Schriftenfwurf von David Březina gesetzt.
Das Foto zeigt ein Detail des Rosetta-Schriftmusters für Nassim von Titus Nemeth.