{BTST 11.13}: Was haben Tim Ahrens, Erik van Blokland, Karsten Luecke und Georg Seifert gemein?*

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Karbid Display (Verena Gerlach, 2011), siehe dazu auch das gerade erschienene Buch.

Mit den Typografen und Schriftgestaltern (und ohnehin Multitalenten) Christoph Dunst und Frank Rausch standen sich in der Entscheidungsrunde des 6. TypoStammQuiz zwei Finalneulinge gegenüber. Mit einem 3:3-Gleichstand trieben sie die Spanung bis zur alles entscheidenden Schätzfrage hoch: »Wie viel Meter ist die Strecke, die man erhält, wenn man die absoluten Werte aller Kerningpaare der FF Quixo Pro Regular in 12pt addiert?«**

Mit 0,01m Vorsprung konnte Frank diese Frage für sich entscheiden. Er geht damit als 6. Quizchampion in die Typostammtisch-Annalen ein – mit dem bisher knappsten aller Siege.

Ein großer Dank geht an Ilja WankaJens Kutílek, Florian Hardwig (TypoStammQuiz-Rekordmeister), Andreas Frohloff und Jan Middendorp, die mehrere Abende investiert haben, um knackige Fragen zusammenzustellen. Ein Beispiel zum Nachraten: »Wo findet man die Boxer-Fraktur?«***

  1. in der Bibelausgabe der deutschen Quäkergemeinde von Pennsylvania
  2. im fünften Mittelhandknochen
  3. in der Privatpresse von Alfred von Waldersee (1832-1904)
  4. auf dem Plakat Hunde und Schriften des Grafischen Büros Wien

Traditionell – und das ist das Besondere an der Veranstaltung – sorgen die Teilnehmer selbst für die begehrten Preise. Über Bücher, Poster, Tassen, Klamotten, Schriftlizenzen bis hin zu Kuriositäten und Seltenheiten kam so für jeden etwas zusammen. Vielen Dank den edlen Spendern: Florian Adler, Friedrich Althausen, Birgit Brosig, Hannes von Döhren (HvD Fonts), FontFont, FontShop Deutschland, Andreas Frohloff, Jan Fromm, Florian Hardwig, Stefan Hübsch (Typocalypse), Rob Keller (Mota Italic), Jan Middendorp, Tino Meinhart, Klaus Rähm, Nadine Roßa, Patrick Marc Sommer, Julia Sysmäläinen und Ulrike Wilhelm (LiebeFonts). Ich hoffe, niemanden vergessen zu haben.

Ein von FontShop gesponsortes TYPO-Ticket wurde zur Wahrung der gleichen Chancen verlost. Der sehr glückliche Gewinner heißt Hidetaka Yamasaki, ein in Berlin und Potsdam studierender Typofreund aus Japan.

Ein letzter Dank zum Jahresende geht an Georg Seifert, der wie immer den Beamer zur Verfügung stellte.

Die beiden Organisatoren Florian und ich wünschen allen einen entspannten Jahresausklang, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch.

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{BTST 11.13}: Na raten Sie mal!

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Karbid Display (Verena Gerlach, 2011), siehe dazu auch das gerade erschienene Buch.

Es hilft nichts, es zu leugnen – auch das Jahr 2013 biegt bereits auf die Zielgerade ein. Neben der üblichen Hektik bedeutet dies auf den letzten Jahresmetern aber auch viele Geschenke. Darauf freuen dürfen sich die Ratefreunde, die am nächsten Donnerstag zum TypoStammQuiz erscheinen. Diese legendäre Rätselrunde geht nun bereits zum sechsten Mal über die kleinste Bühne der Hauptstadt.

Diesmal haben wir uns eines Tricks bedient und einige heiße Titelkandidaten schon vorab aus dem Rennen genommen. Ilja Wanka, Jan Middendorp und Andreas Frohloff haben sich gemeinsam mit den Vorjahresfinalisten Jens Kutílek und Florian Hardwig in eine dunkle Friedrichshainer Kammer eingeschlossen und ein spektakuläres Quiz ausgeheckt.

Jetzt seid ihr dran: Bitte prüft, ob ihr oder eure Arbeitgeber passende Preise bereitstellen könnt. Bücher, Plakate, Schriftmuster, Shirts, Gutscheine, Selbstgemachtes – was auch immer ihr am liebsten behalten wollt, her damit! In den letzten Jahren haben wir es sogar geschafft, für jeden Teilnehmer einen Preis bereitzustellen. Vielleicht gelingt uns das auch 2013. Wir freuen uns auf euer Kommen!

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{BTST 09.13}: Hinterfleisch und Balkenneigung

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Deutschkurrent (Georg Salden, 2013)

Der kommende Typostammtisch widmet sich einer ganz besonderen Sparte der Typografie, einem Bereich mit großer Tradition, der völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit Gebrauchsgrafik im besten Sinne des Wortes herstellt – dem Notensatz. Schwarz auf weiß und ohne überflüssige Schnörkel entstehen allein im deutschsprachigen Raum jährlich ein paar hunderttausend Seiten Musiknoten. Unser Gast ist Werner J. Wolff von Notengrafik Berlin, einem der wenigen Spezialbüros in Deutschland. Sein Vortrag schaut hinter die Kulissen dieser Branche, erläutert die Arbeitsweise und ‑bedingungen sowie die hohen technischen Anforderungen an die Notation. Und natürlich wird er auch klären, was es mit der Balkenneigung und dem Hinterfleisch auf sich hat.

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{BTST 07.13}: Typoflohmarkt

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der FF Dora Display (Slávka Pauliková, 2013)

Ein schriftbezogener Vortrag jagt derzeit den nächsten. Für den Stammtisch somit beste Gelegenheit, etwas Neues zu wagen. Daher laden wir nun erstmals zum typografischen Hauptstadtflohmarkt ein! Jeder darf mitmachen. Es können Bücher, Specimens, Poster, Karten, Shirts, Selbstgemachtes, ja sogar Fonts verkauft, gekauft oder einfach nur getauscht werden. Drum bringet mit, was euer Sammelsurium entbehren und anderen Freude bereiten kann. Der Rest ist wie immer entspanntes Beisammensein.

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{BTST 05.13}: Stephen Coles

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Anchor (Eric Olson, 2010)

Wenige Tage nach der TYPO steht schon der nächste Höhepunkt für Berliner Buchstabenfreunde an. Wir freuen uns, einen ganz besonderen Gast beim Typostammtisch begrüßen zu dürfen.

Stephen Coles braucht im Grunde keine große Vorstellung. Der Autor, Designer und typografische Berater ist eine feste Größe in der internationalen Schriftszene. Als Gründer des Blogs Typographica kam Stephen zu FontShop San Francisco und war dort sechs Jahre Creative Director. Mittlerweile pendelt er zwischen Kalifornien und Berlin, ist die treibende Kraft hinter Fonts In Use und gibt neben Typographica auch Chromeography und The Mid-Century Modernist heraus. Mit The Anatomy of Type veröffentlichte er jüngst sein erstes Buch. Regelmäßig schreibt er darüber hinaus für das Magazin Print, ist Gastdozent beim Type Camp und Mitglied des TypeBoards von FontFont.

Sein Vortrag (in englischer Sprache) trägt den Titel A Typeface is a Chair – »eine Schrift ist ein Stuhl«. Anhand dieser einfachen Metapher zeigt Stephen, auf welche Arten Schriften gemacht, beurteilt, ausgewählt und verwendet werden. Die begleitenden Illustrationen stammen von Laura Serra.

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{BTST 03.13}: Tintentanz

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus den Kapitälchen der Haptic Black (Henning Skibbe, 2008)

Zur 36. Ausgabe des Berliner Typostammtisches erwarten wir dieses Mal gleich zwei Gäste.

Der eine, Hans-Jürgen Willuhn, kann mit Fug und Recht als Meisterkalligraf bezeichnet werden. Seit fünf Jahrzehnten widmet er sich der Buch- und Schriftgrafik, erhielt diverse Lehraufträge für Kalligrafie und Schriftgestaltung, darunter sogar eine Gastprofessur in Kairo. Seit bald 20 Jahren lehrt er an der FH Potsdam. Ganze Generationen von Studierenden durften bei ihm die Ausdruckskraft der eigenen Schrift entdecken. Viele sind den Buchstaben treu geblieben und erinnern sich gerne.

Die andere, Pauline Altmann, zählt ebenfalls zu jenen, die sich in Potsdam von der Frische seines Kalligrafieunterrichts faszinieren ließen. Noch während des Studiums gewann sie den Wettbewerb zum 15-jährigen Villa-Aurora-Jubiläum und entwarf dafür Katalog und Ausstellungstypografie. Seit ihrem Studienabschluss arbeitet Pauline Altmann freiberuflich im Bereich Grafik- und Motion-Design, immer mit Fokus auf feiner Typografie.

Gemeinsam haben die beiden das Kalligrafiekonzept Willuhns, bei dem Rhythmus und Dynamik, Charakteristik und Form zusammenkommen, in einem wunderbaren Buch festgehalten. Tintentanz »ist kalligrafischer Ausdruckstanz, ist Jazz für die Hand, die schreibt. Dieses Buch weckt die Lust, das Charakteristische beim eigenen Schreiben herauszuarbeiten und zu kultivieren. Handschrift wird zum persönlichen Ausdrucksträger: individuell – unverwechselbar – leidenschaftlich.« Weitere Informationen zu dem im Hermann Schmidt Verlag Mainz erschienenen Buch finden sich auf tintentanz.de

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{BTST 01.13}: Martin Z. Schröder

Die Titelgrafik wurde gesetzt aus der Edward (Hendrik Weber, 2012)

Bereits zum vierten Mal arrangierte Martin Z. Schröder exklusiv im handgefertigten Bleisatz ein Buch des ›Ober-Ironikers‹ Max Goldt. Dabei greift der typografisch versierte Schweizerdegen selbst gestalterisch in die Texte ein, zum Beispiel im ›Märchenschloss‹. Hier erscheint die verquatschte Restaurantkritik in kräftig geschmückter Zentenar-Fraktur. Das ist selten, denn üblicherweise ist es dem Typografen untersagt, sich derart aktiv in die Texte einzumischen. In dieser Buchreihe hingegen kommt dies öfter vor. Warum das so ist und warum das den ohnehin schon brillanten Texten gut tut, wird Martin Z. Schröder neben weiteren Einsichten in die Produktion des Buches ›Sind wir denn nur in Cordbettwäsche etwas wert?‹ beim ersten Typostammtisch des Jahres verraten.

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